Drei Jahre nach dem Übernahme von Musk: Wie Twitter von einem „kostenlosen Gemeingut“ in ein „Bezahlimperium“ umgebaut wurde? Nur wenn man die grundlegenden Regeln und die Geschäftslogik von X versteht, kann man ineffektive Bemühungen vermeiden und sicherstellen, dass die eigenen Inhalte wirklich gesehen werden. Denn in diesen drei Jahren hat Musk das ursprünglich kaum wahrnehmbare „optionale Abonnement“ vollständig in eine „Infrastruktursteuer“ umgewandelt, die man in diesem Ökosystem zahlen muss, um zu überleben. Drei Schlussfolgerungen: - Abonnements sind nicht mehr ein nettes Extra, sondern der einzige Pass, um grundlegende Erfahrungen auf der Plattform zu erhalten. - In dem neuen Algorithmus sind nicht zahlende Nutzer gleichbedeutend mit „digitalen Unsichtbaren“. - Das gesamte Ökosystem wurde zu einem geschlossenen Kreislauf umgebaut, in dem „nur die Interaktionen von zahlenden Nutzern einen kommerziellen Wert haben“. Wenn man die mehr als drei Jahre zurückblickt, hat Musk nicht auf der Funktionsebene radikale Änderungen vorgenommen, sondern die grundlegenden Geschäftsmodelle und Ökosystemregeln gründlich neu strukturiert. 1️⃣ Der Ausgangspunkt all dessen war, die Kontrolle über Daten und Zugänge zurückzuerobern. Damals hat er die kostenlose API abgeschafft, die Schnittstellen in teure kostenpflichtige Ressourcen umgewandelt und alle Drittanbieter-Clients wie Tweetbot vollständig blockiert. Das Hauptziel war, den Zugang zu monopolisieren. Solange der Traffic noch in externen Anwendungen fließt, kann die offizielle Seite die Preisgestaltung nicht kontrollieren. Nur wenn alle Nutzer und Daten zurück in die offizielle App gedrängt werden, die Erfahrung vereinheitlicht wird und alle Werbeflächen in der eigenen Hand liegen, kann die nachfolgende Kommerzialisierung eine Grundlage haben. 2️⃣ Nachdem der Zugang gebündelt wurde, hat er auf der Nutzerseite enorme „Nutzungsfriktionen“ geschaffen. Früher war Twitter „einfach zu nutzen“, jetzt ist die Strategie „es ist nutzbar, aber man muss es ertragen“. Durch „Login-Wände“ und „Lesegrenzen“ wurde die Erfahrung für kostenlose Nutzer erheblich herabgestuft. Gleichzeitig wurde das Wertesystem des blauen Häkchens neu definiert: Es hat sich von einer reinen Identitätsverifizierung allmählich in eine „Bezahlmitgliedschaft“ verwandelt. Diese Veränderung ist sehr subtil, aber entscheidend, da sie die Eigenschaften des Abonnements von einer Funktion zum Kauf auf die Ebene des Vertrauens und der Identitätsdarstellung anhebt. 3️⃣ Aber das wirkliche Mittel, um die Zahlungsquote zu steigern, war, das Abonnement tief in die Verteilungslogik des Algorithmus einzubetten. Das ist der entscheidende Punkt, das „Verteilungsrecht“. Unter den neuen Regeln hat das Antwortrecht von zahlenden Nutzern eine viel höhere Bedeutung als das von normalen Nutzern, sogar ein „nur für verifizierte Konten antworten“-Schalter wurde eingeführt. Das sendet ein Signal an alle, die eine persönliche Marke aufbauen wollen: Wenn man nicht zahlt, wird man im Algorithmus herabgestuft und wird sogar zum „Nenner“. Um als „Zähler“ gesehen zu werden, ist das Bezahlen der einzige Weg. ...